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334. Der Schatz im Kloster Grünhain.

(Gießler, Sächsische Volkssagen. Stolpen o. I. S. 453.)


In der Klosterkirche zu Grünhain liegt angeblich ein großer Schatz begraben. Im März des Jahres 1657 hat der Schäfer Eucharius Bömely zu Grünhain einen Bergmann 6 Tage und Nächte darnach graben lassen, aber als derselbe in der letzten Mitternacht gehoben werden sollte, so bewegte der Bergmann mit der Keilhaue eine Wand, ließ sie jedoch der Schwere wegen wieder gehen, worauf die Wand eine Viertelelle tiefer sank und mit ihr der vermeinte Schatz. Man ließ sofort einen gewissen Rutengänger Tippmann kommen, der das Vorhandensein des Schatzes mit der Rute feststellte, doch brachte man nichts zustande, da der Schatz unter großem Geräusche immer weiter vorrückte. Es ist ein „großer, reicher Schatz gewesen, so einst der Abt zu Ebersbach in Franken Siegmund Siegeln anvertraut, aber wohl sehr flüchtig und schwer zu erlangen und darum ist es auch misslungen“, erläutert die Chronik.

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