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209. Die Nixenwannen und Nixensteufe des Chemnitzflusses.

(Dr. Theile in „Über Berg und Thal“, 7. Jahrg., No. 5.)


Im Chemnitztale hat das nagende und mit Sand und Gerollen schleifende Wasser in den Blöcken des Cordieritgneises zahlreiche Strudellöcher

gebildet, welche man daselbst „Nixenwannen“ nennt. Einen Teil der Chemnitz zwischen Alt- und Neuschweizerthal, eine Strecke von ungefähr 300 bis 400 Metern, wo die Chemnitz, zumal im Frühjahr und Herbst, am wildesten ist und so heftig schäumt und brüllt, dass man an ihren Ufern sein eigenes Wort nicht hört, bezeichnet man als Nixensteufe. Mitten in dieser Strecke befindet sich im Flusse ein großer, vollständig durchlöcherter Steinblock, der zu einer förmlichen Höhle ausgewaschen worden ist. Diese Höhle galt beim Volke als der Ausgang eines unterirdischen Nixenschlosses und man erzählte sich, dass man, besonders in mondhellen Nächten, die Nixe in langen weißen Gewändern durch das Tal habe ziehen sehen.

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